Vom Atem getragen sind wir, wenn unser Atem langsam, leise, gleichmäßig und mühelos, durch die Nase geführt und vom Zwerchfell gehalten wird. So gestaltet sich ein natürliches, gesundes und funktionales Atemmuster.
Durch alltägliche Faktoren kann es allerdings passieren, dass unser Atem seine Tragfähigkeit verringert: Unsere Alltagsatmung wird u. a. durch viel und oft auch sehr schnelles Sprechen sowie unsere häufig sitzende und/oder auch insgesamt angespannte Körperhaltung (z.B. angespannte Schultern, Brust und Bauch) beeinträchtigt. Mit der Zeit entsteht so ganz unbewusst ein abweichendes Atemverhalten, in dem der Atem schneller, flacher und ungleichmäßiger fließt. Das kann auf Dauer unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Mit Atemtraining können wir uns da etwas wirklich Gutes tun. Durch das Üben von Atemachtsamkeit und die Förderung von Entspannung wird der Atem bewusst reduziert und verlangsamt. So können wir die Tragfähigkeit unseres Atems wieder stärken und ein natürliches, gesundes und funktionales Atemmuster unterstützen. Gewohnheitsmäßige Atemmuster werden unterbrochen, das Nervensystem reguliert und der Atemprozess wieder ins Gleichgewicht gebracht. Unser Atemzentrum im Gehirn erinnert sich wieder, wie wenig Atem der Körper tatsächlich braucht – und dass ein ruhiger, reduzierter Atem oft viel effizienter als eine angespannte, schnelle und kraftzehrende Atemweise ist.
Nun frage ich dich, fühlst du dich von deinem Atem getragen? Oder ist da eher ein Gefühl der Unruhe oder Enge? Mach dich mit deinem Atem vertraut. Setz dich aufrecht oder leg dich ruhig hin. Atme ein paar Mal bewusst über die Nase ein und über die Nase wieder aus. Dann lege eine Hand auf den Oberbauch zwischen untere Rippen und Bauchnabel. Leite deine gesamte Aufmerksamkeit zu dieser Hand und lausche nach innen. Lass deinen Atem bewusst im Bauch ankommen. Spüre den Raum und die Entspannung, die dein Atem hier im Körper erzeugt. Vielleicht kannst du wahrnehmen, wie sich einatmend die Rippenbögen zu den Seiten weiten und die Bauchdecke leicht hebt. Mach dir auch die Ausatmung bewusst und wie dein Körper den Atem gehen lässt, ganz ohne drücken und pressen. Stell dir vor, es bleibt eine angenehme Ruhe und Entspannung zurück. Das kannst du so lange und so oft machen, wie es in deinen Alltag passt. Mit der Zeit kannst du dich darauf fokussieren, deine Ausatmung auf angenehme Weise sanft zu verlängern. Mit fortschreitender Übung, wächst deine Achtsamkeit und du stärkst die Verbindung zu deinem Atem. Viel Spaß mit deinem wundervollen Atem.
Dieses Wissen integriere ich in mein gesamtes Angebot. Ich lade dich ein, dein Atemverhalten achtsam zu erforschen und mit einfachen Übungen Ruhe, Regulation und ein natürliches Atemmuster wiederzufinden. Wenn du Interesse an einem individuellen Training hast, schreib mir gern eine E‑Mail – ich unterbreite dir ein auf dich zugeschnittenes Angebot.

